CSU-Fraktion im Gespräch mit TenneT: Netzausbau sichert Bayerns Zukunft als Industrieland

20.05.2026 | CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag

Der Netzausbau für die Energiewende schreitet in Bayern und Deutschland voran – und ist für den Wirtschaftsstandort Bayern von zentraler Bedeutung. Die CSU-Landtagsfraktion hat sich heute mit Ina Kamps, Chief Operating Officer (COO) von TenneT Germany, über den aktuellen Stand, die Herausforderungen und die nötigen politischen Weichenstellungen ausgetauscht. Klar ist: Die Anforderungen sind hoch, die Kapazitäten begrenzt – ein priorisiertes Vorgehen ist dringend erforderlich. Darüber hinaus brauchen wir schnell den Zubau gesicherter Kraftwerkskapazitäten.

Klaus Holetschek, CSU-Fraktionsvorsitzender: „Der Netzausbau ist für das Industrieland Bayern keine technische Nebensache, sondern eine strategische Kernaufgabe. Wer Bayern als starken Wirtschaftsstandort erhalten will, muss dafür sorgen, dass Unternehmen, Rechenzentren und Industrie auch morgen noch zuverlässig mit Strom versorgt werden. Wir unterstützen den Ausbau und Umbau des Übertragungsnetzes mit Nachdruck – und erwarten pragmatische und zügige Genehmigungsverfahren."

Kerstin Schreyer, energiepolitische Sprecherin der CSU-Landtagsfraktion: „Es kann nicht sein, dass umsetzungsreife Projekte – ob für die Industrie, für Rechenzentren oder für Ladeinfrastruktur – auf Netzanschlüsse warten, während spekulative Reservierungen Kapazitäten blockieren. Wir brauchen ein faires und priorisiertes Verfahren, das systemrelevante Vorhaben nach vorne bringt. Die Energiewende in Bayern darf nicht an Netzkapazitäten scheitern."

Ina Kamps, Chief Operating Officer TenneT Germany: „Der Netzausbau ist zentral für unsere Energiesouveränität und die Wettbewerbsfähigkeit Bayerns und Deutschlands. Je schneller wir mehr heimisch erzeugte erneuerbare Energie ins System integrieren, desto unabhängiger, sicherer und kosteneffizienter wird unsere Energieversorgung. Wir investieren zwischen 2026 und 2030 jedes Jahr rund 13 Milliarden Euro in die Netzinfrastruktur. In Bayern kommen wir dank der breiten Unterstützung sehr gut voran: Dieses Jahr nehmen wir den 185 Kilometer langen Ostbayernring und die rund 100 Kilometer lange Netzverstärkung von Grafenrheinfeld ins baden-württembergische Kupferzell in Betrieb. Wir haben zudem mehr als hundert Kilometer Freileitung und Erdkabel im Bau sowie mehrere hundert Kilometer Leitungsvorhaben mit wichtigen Umspannwerken im Genehmigungsverfahren.“